Taschenmesser Test

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Taschenmesser Test: Wie du das richtige Taschenmesser findest

Taschenmesser. Survivalmesser, Springmesser, Schnitzmesser…

Taschenmesser Test
Eine große Auswahl an Designs steht für den potentiellen Käufer bereit, Klingen und Griffe aus verschiedenen Materialien für den Gebrauch im jeweiligen Fachgebiet.
Einfache, robuste Taschenmesser.
Brachiale Survivalmesser.
Schnittige, filigrane Klappmesser.
Doch wo genau liegen die Unterschiede?

Wer Beratung und einen Taschenmesser Test zum Thema sucht und gern ein Taschenmesser kaufen möchte, ist hier genau richtig.

Augen auf beim Messerkauf

Woran erkennt man ein qualitativ hochwertiges Survivalmesser oder ein minderwertiges Taschenmesser?
Schau dir dazu die Ergebnisse unseres Taschenmesser Test an: ⇒ Zum Taschenmesser Test

Wer ein gutes Taschenmesser kaufen möchte, sollte -ganz generell- zum einen auf den Griff achten.
Ist dieser aus Kunststoff, billig verklebt und fällt beim Aufklappen des Messers schon fast ausseinander? Dann heißt es: Finger weg.
Auch Exemplare aus dünnem, splitterigem Holz sollten besser liegen gelassen werden.
Gute Griffe sind entweder aus stabilem Kunststoff, welcher nicht stinken sollte (am besten geriffelt, für besseren Halt), aus Nylon, auch aus Edelstahl (unbedingt scharfe Kanten vermeiden!) und aus Holz, welches sich völlig glatt anfühlen und zudem lackiert sein sollte.
Alles in Allem sollte der Griff bequem und sicher in der Hand liegen, zur optimalen Führungskontrolle.

Wichtig ist zudem der Schließmechanismus.
„Schnarrt“ die Klinge schon beim Aufklappen des Messers, hakt irgendwo im Inneren des Griffs oder braucht es einen immensen Kraftaufwand um die Klinge aus dem Heft zu lösen, ist der Schließmechanismus häufig schlecht gelöst oder nicht wertig genug verarbeitet.
Bringt das Entfernen von vorhandenem Dreck oder ein Tropfen Öl keine Besserung, ist vom Kauf des Messers abzuraten.
Die Klinge sollte sich manuell mit einer oder , je nach Modell, mit beiden Händen aus dem Heft lösen lassen, ohne zu klemmen.
Zudem sollte eine Einklappsperre verbaut sein- ein kleiner, federgelagerter Stift, der sich im aufgeklappten Zustand in eine Nut des Griffs drückt, um das ungewollte Zuklappen des Taschenmessers zu verhindern.
Somit können Unfälle effektiv vermieden werden. Mehr dazu in unserem Taschenmesser Test: ⇒ Zum Taschenmesser Test

Das Herzstück des Messers: die Klinge

Die Klinge ist in aller Regel aus Stahl gefertigt- auch hier gibt es verschiedene Sorten, die sich in Beschaffenheit, Gebrauch, Pflege und Haltbarkeit unterscheiden.
Der Zweck sollte die gewählte Eigenschaft des Stahls bestimmen.
Diese individuellen Eigenschaften spiegeln sich im Namen des Stahls.

Die Bezeichnung 420er Stahl zum Beispiel wird häufig bei günstigeren Messern verwendet.
Er ist recht weich und spröde- lässt sich also gut und mit einfachen Mitteln schärfen, dafür ist er nicht besonders schnitthaltig. Schnell wird er wieder stumpf und muss nachgeschliffen werden.
Für einen Anfänger, der das Messer nur sporadisch gebraucht, mag das reichen.
Zu bekommen sind Messer dieser Preisklasse ab etwa 15 Euro.
Gut geeignet ist dieses Taschenmesser für einfache Tätigkeiten wie das Schnitzen von weichem Holz oder für Gartenarbeiten.

Als guter Stahl für Gebrauchsmesser wie Survivalmesser und andere Taschenmesser gilt der Stahl mit der Bezeichnung 440C.
Dieser ist hart genug, lässt sich dennoch angemessen schleifen und hat eine gute Schnittfestigkeit.
C-Stahl ist eine Eisen-Kohlenstoff Legierung, welche schneller rostet als Edelstahl.
Auch diese Varianten sind daher eher preiswert, da relativ pflegeintensiv.
Für ca. 20 Euro ist ein solches Messer zu bekommen, hochwertige Exemplare können aber mit 70-90 Euro deutlich teurer sein.
Als Jagd,- Kampf- und Campingmesser kommt diese Variante häufig zum Einsatz.

Als bester Stahl und Allroundtalent bei Arbeitsmessern gilt zurzeit der Stahl mit der Bezeichnung ZDP-189 .
Dieser besitzt eine extreme Schnittfestigkeit und ist mit einer hohen Beständigkeit gegen Rost optimal für den Outdoor-Einsatz geeignet -dieser Stahl ist jedoch recht spröde und sollte daher nur von einem Profi geschliffen werden.
Billig sind diese Messer nicht: günstige Angebote gibt es ab etwa 80 Euro für kleine Klingen bis 6cm, für die größeren Messer werden schnell 200 Euro fällig.
Vergleiche lohnen sich hier.
Diese Art von Messer finden auf fast jedem Gebiet Gebrauch- ob bei der Jagd oder als Arbeitsmesser im Wald.

Damaststahl- das Maß aller Dinge?

Damaststahl wird in einem äußerst langen und schwierigen Prozess geschmiedet, bei dem der glühende Stahl in mehreren Schichten gefaltet wird.
Damast ist nicht rostfrei und daher zum Einsatz als Survivalmesser oder Arbeitsmesser im Außenbereich weniger geeignet. Zudem ist er sehr hart- was das Schleifen wieder schwieriger macht. Die Schnitthaltigkeit ist gut.
Alles in Allem ist Damaststahl schön anzusehen und auch im Preis gehobene Klasse:
unter 70 Euro sind sie kaum zu haben.
Vor allem in der Küche ist er gut zu gebrauchen, wo er geringeren Belastungen ausgesetzt ist.

Recht und Ordnung

Was das Führen von Messern in der Öffentlichkeit angeht, gibt es in Deutschland klare Gesetze, die man unbedingt kennen sollte, wenn man ein Taschenmesser kaufen möchte.
Ist ein Messer eine Waffe?
JA, wenn es unter das Waffengesetz fällt!

Wenn es sich um ein Springmesser handelt, das heißt wenn die Klinge auf Knopfdruck hervor schnellt und festgestellt wird.
Fallmesser sind ebenfalls Waffen. Dies sind Messer, deren Klingen beim Loslassen oder Schleudern selbstständig aus dem Griff schnellen.
Dann sind da noch die Faustmesser, die in der geschlossenen Faust geführt werden, während die festgestellte Klinge daraus hervorlugt.
Butterflymesser sind zweigeteilte Klingen mit schwenkbaren Griffen- auch diese fallen unter das Waffengesetz.
Zum Schluss: der Wurfstern. Dies sind sternförmige Messer, die geworfen werden.

Fällt das Messer in eine dieser Kategorien, ist das Führen in der Öffentlichkeit verboten, es sei denn, der Träger gehört zu einer Berufsgruppe, der das Tragen des Messers erlaubt ist.
Zum Beispiel der Jäger.
Butterfly und Faustmesser sind aber grundsätzlich verboten.

Speziell zum Taschenmesser:
Klingen mit einer Länge von über 12cm und Messer, welche einhändig zu öffnen sind, dürfen ebenfalls nicht öffentlich geführt werden.

Die Strafen für Vergehen gegen diese Gesetze reichen von einem Bußgeld von 10.000 Euro für den Besitz eines verbotenen Messers, bis hin zu 3 Jahre Haft bei Gebrauch eines Solchen.

Zu guter Letzt

Vorm Kauf eines Taschenessers sollte man sich zunächst im Klaren sein, was man überhaupt damit machen möchte, da Material und Ausführung meist speziell für ein Themengebiet optimiert sind.
Die gesetzlichen Grundlagen sollten stets beachtet werden.